Von der HMS 2016 zur HMIS 2030
 

Die Weiterentwicklung der Hochschulmobilitätsstrategie 2016 zur Nationalen Hochschulmobilitäts- und Internationalisierungsstrategie 2020-2030 legt den Fokus neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für qualitätsvolle physische Mobilität auf die Internationalisierung von Studium und Lehre. Im Zentrum steht der Erwerb internationaler und interkultureller Kompetenzen für alle Gruppen von Hochschulangehörigen.

 

Das HMS-Mobilitätsforum – ein partizipativer Prozess

 

Der partizipative Ansatz wird als Methode eingesetzt, um Ideen und Anregungen von einer breiten Gruppe relevanter Stakeholder zu einem bestimmten Thema einzuholen, entsprechend zu dokumentieren und in ein Ergebnis – hier die Weiterentwicklung der Hochschulmobilitätsstrategie – einzubringen. Die Grundlage für den Erfolg eines solchen Prozesses bildet gegenseitiges Vertrauen in die Kompetenz aller Beteiligten und der Respekt voreinander, der sich im kollegialen Austausch auf Augenhöhe zeigt.

 

Phasen und Meilensteine des partizipativen Prozesses zur Weiterentwicklung der Hochschulmobilitätsstrategie 2016 (HMS-Mobilitätsforum)

 

In der Auftaktveranstaltung am 23. Oktober 2018 wurden gemeinsam mit Vertreter/inn/en der Hochschulleitungen und aller relevanten Stakeholder jene Themen festgelegt, auf welche der Weiterentwicklungsprozess ausgerichtet werden sollte, und die es in weiterer Folge in Themenfeldgruppen (TFG) zu bearbeiten galt:

 

·     Internationalisierung des Curriculums inklusive gesonderter Bearbeitung des Schwerpunkts Joint Programmes (TFG 1 und TFG 1.1)

·     Mobilitätsförderung für Lehrende (TFG 2)

·     Mobilitätsförderung für das allgemeine Hochschulpersonal (TFG 3)

·     Nicht-traditionelle und innovative Mobilitätsformen (TFG 4)

·     Mobilitätsförderung für unterrepräsentierte Studierendengruppen (TFG 5) sowie

·     Qualitätssicherung von Mobilitätsmaßnahmen (TFG 6)

 

In den Themenfeldgruppen erarbeiteten zwischen Jänner und Juli 2019 insgesamt rund 150 Expert/inn/en aus allen Hochschulsektoren (aus unterschiedlichsten Funktionsebenen und mit diversen fachlichen Hintergründen) gemeinsam mit Vertreter/inn/en der Studierenden, des BMBWF, des OeAD, der Interessensvertretungen und der AQ Austria (also in einem gleichzeitigen bottom up und top down approach) Vorschläge für Empfehlungen und Maßnahmen. Damit konnten unterschiedlichste Perspektiven und Zugänge zu dieser Thematik in die Weiterentwicklung einfließen. Diese Phase war durch einen engagiert geführten, sektorenübergreifenden Dialog und Erfahrungsaustausch in den TFG gekennzeichnet, der von allen Teilnehmenden als herausfordernd aber sehr produktiv und gewinnbringend empfunden wurde.

 

Am 24. Oktober 2019 mündete der Prozess in das „Dialogforum“, an dem dieselbe Zielgruppe teilnahm, wie schon ein Jahr zuvor. Zusätzlich hatten die Hochschulen und alle befassten Stakeholder in einer im Oktober bis November 2019 laufenden Konsultationsphase die Möglichkeit, ihre Anregungen und Kommentare zum Strategieentwurf einzubringen.

 

Die Ergebnisse aus diesem partizipativen Prozess bildeten die Basis für die Ausformulierung der „Nationalen Hochschulmobilitäts- und Internationalisierungsstrategie 2020-2030 "Internationalisierung auf vielen Wegen“ (HMIS 2030).

 

Die gemeinsame sektoren‐ und bereichsübergreifende Arbeit in den Themenfeldgruppen zeigte in eindrucksvoller Weise wie wertvoll und bereichernd (und durchaus auch lustig!) Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel ist, und dass Internationalisierung nicht nur Brücken über nationale Grenzen schlägt, sondern auch Brücken innerhalb des österreichischen Hochschulraumes. 

Eva Werner
European Bologna Expert & BFUG Fachexpertin für Internationalisierung der Lehre/der Curricula

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