Ziel 2 – Mobilitätsförderung für alle Hochschulangehörigen
 

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Mobilität gilt als ein Kernelement der Internationalisierung, denn im Zuge eines Auslandsaufenthalts ist der Erwerb internationaler und interkultureller Kompetenzen besonders effektiv.

 

Daher ist es das Ziel, möglichst allen Hochschulangehörigen eine Mobilitätserfahrung zu ermöglichen. Sich in einem zunächst unbekannten Umfeld zu orientieren und zu organisieren stellt eine wertvolle Erfahrung dar. Deshalb ist es ein Ziel, die Teilnahme an strukturierten Mobilitätsprogrammen zu steigern, sowie Mobilität im Rahmen bestehender hochschulischer Kooperationen zu fördern und auszubauen. Dies gilt nicht nur für Studierende, sondern insbesondere auch für Lehrende und das allgemeine hochschulische Personal. Der Mehrwert von Mobilitätserfahrungen von Lehrenden liegt in der Weiterentwicklung der eigenen Lehre als auch in einer Vertiefung der Fremdsprachenkompetenz. 

 

Nicht-wissenschaftlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hochschulen standen bisher vergleichsweise wenig im Fokus von Maßnahmen zur Mobilitätsförderung. Dies ist insofern bedauerlich, da sie die Kultur einer Hochschule ganz wesentlich mitgestalten und einen äußerst wichtigen Beitrag zu Internationalisation@Home leisten. Innerhalb der heterogenen Gruppe der Studierenden muss künftig noch größeres Augenmerk auf jene gelegt werden, die bisher laut Studierenden-Sozialerhebung bei Mobilität unterrepräsentiert sind. Dies sind einerseits all jene, die bereits beim Zugang zur hochschulischen Bildung schwach vertreten sind, wie etwa Studierende aus bildungsfernen Haushalten. 

Andererseits sind es Studierendengruppen mit spezifischen Anforderungen, beispielsweise berufstätige Studierende, Studierende mit Betreuungspflichten oder mit Beeinträchtigungen. Für diese Gruppen ist neben einer besseren Beratung über Unterstützungsmöglichkeiten eine stärkere finanzielle Förderung unumgänglich. Zudem weisen Studierendengruppen einzelner Fachrichtungen besonders niedrige Mobilitätszahlen auf. In diesen Fällen kann auch die Einführung von spezifischen Mobilitätsfenstern in den Curricula Abhilfe schaffen. 

 

Zwei weitere Gruppen, die verstärkt Auslandserfahrungen im Rahmen ihrer Ausbildung sammeln sollten, sind Lehramtsstudierende und Doktoratsstudierende. Lehramtsstudierenden kommt auf Grund ihrer Mulitplikator/innenfunktion in ihrem späteren Berufsleben besondere Bedeutung zu. Als angehende Lehrerinnen und Lehrer werden sie in einem zunehmend diversen Umfeld tätig sein, in dem viele Schülerinnen und Schüler Migrationshintergrund aufweisen. Für sie ist es daher besonders wichtig, im Laufe der Ausbildung eine Mobilitätserfahrung zu machen, um die interkulturelle Kompetenz zu festigen und sich kritisch mit den eigenen und den fremden Sichtweisen auf Kultur und Gesellschaft auseinanderzusetzen. 

Für die Karriereentwicklung von Doktoratsstudierenden wiederum ist ein Auslandsaufenthalt wichtig, um Kontakte zu knüpfen und ein professionelles Netzwerk aufzubauen. Neben dem klassischen Auslandssemester soll das Angebot an qualitätsvollen nicht-traditionellen, auch kürzeren Mobilitätsformaten ausgebaut werden. Dazu zählen u.a. studienrelevante Praktika, Exkursionen, Forschungsaufenthalte im Rahmen von Abschlussarbeiten, Sprachkurse, Summer/Winter Schools, Konzerttourneen oder Meisterklassen im Ausland. 

Kürzere Formate sind insbesondere für Angehörige unterrepräsentierter Gruppen leichter realisierbar.