Ziel 3 – Entwicklung und Realisierung innovativer digitaler Mobilitätsformate

Sambeet D auf Pixabay 

Neben nicht-traditioneller und kürzerer Formen physischer Mobilität, werden virtuelle Mobilitätsformate künftig verstärkt an Bedeutung gewinnen. 

 

Neue Mobilitätsformate werden die traditionelle physische Mobilität dabei keinesfalls ersetzen, sondern sollen eine sinnvolle Ergänzung darstellen und jene Hochschulangehörigen erreichen, die nicht mobil sein können. Im Rahmen von Internationalisation@Home können nationale Grenzen im virtuellen Raum überwunden und im Idealfall - mit physischer Mobilität vergleichbare - internationale Kompetenzen gewonnen werden.

 

Dabei kommt es nicht nur zur Festigung der Sprachkompetenz und zur Auseinandersetzung mit neuen Lehrinhalten, sondern es werden auch neue Kompetenzen wie digitale Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Teamarbeit und Kreativität in besonderem Maß gefördert. 

 

Derzeit gibt es zwei innovative digitale Mobilitätsformate: (rein) virtuelle Mobilitäten sowie Mischformen virtueller und physischer Mobilität, die auch als „blended-mobility“-Konzepte bezeichnet werden. 

Beispiele für rein virtuelle Mobilitäten: Durchführung hochschulübergreifender Projektarbeiten, die gemeinsame Gestaltung und Abhaltung von Lehrveranstaltungen sowie die Erstellung von Seminararbeiten in internationalen Teams mittels Informations- und Kommunikationstechnologien. „Blended-mobility“-Konzepte kombinieren hingegen physische und virtuelle Mobilität. Beispiele sind die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt, an dessen Beginn und Ende sich die Beteiligten physisch treffen, ansonsten jedoch über digitale Kommunikationstools miteinander arbeiten oder eine sprachliche Vorbereitung für ein Auslandssemester an einer fremdsprachigen Hochschule.  

 

Diese Beispiele sind allerdings nur Momentaufnahmen. Durch die voranschreitende Digitalisierung und die Ausweitung technischer Möglichkeiten werden sich auch innovative Mobilitätsformate weiterentwickeln. Da zahlreiche Möglichkeiten derzeit noch nicht absehbar sind, bleibt es notwendig, neue Entwicklungen zu beobachten sowie offen für Innovationen und  experimentierfreudig zu sein. Ein Ausbau der IT-Infrastruktur an den Hochschulen wird aber erforderlich sein.